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Fußchirurgie

Sehr viele Menschen leiden unter Beschwerden an den Füßen, die oftmals schmerzhafte Folgen haben. Vielfach lassen sich diese durch konservative orthopädische Maßnahmen gut behandeln. Je nach Beschwerdebild und individueller Ausgangssituation kann jedoch auch ein operativer Eingriff notwendig werden, um Schmerzfreiheit und Funktion wiederherzustellen.

Hallux valgus

Die schmerzhafte Abwinkelung der Großzehe zur Außenseite des Fußes stellt die häufigste Anomalie im Bereich des Vorfußes dar. Sie betrifft mehrheitlich Frauen in höherem Lebensalter. Neben Vererbung und Bindegewebsschwäche ist das Tragen enger Schuhe mit hohem Absatz ein wesentlicher Grund für diese Zehenfehlstellung. Mit konservativen Therapiemethoden lässt sich vielfach ein Voranschreiten der Erkrankung verzögern erzielen. Dauerhaft korrigieren lässt sich die Fehlstellung jedoch nur mit einer Operation.

Im Rahmen der chirurgischen Behandlung des Hallux valgus existieren verschiedene Operationsmethoden. Welche im individuellen Fall zum Einsatz kommt, hängt von verschiedenen Faktoren wie Ausmaß der Fehlstellung und des Gelenkverschleißes ab. Nach dem Eingriff ist in aller Regel eine längere Entlastung des Fußes durch einen speziellen Fußentlastungsschuh notwendig.

Hammer- / Krallenzehe

Von dieser Fehlstellung sind meist die zweiten bis vierten Zehen betroffen. Ein Hammerzeh äußert sich durch eine Beugung im Endglied des Zehs. Bei Krallenzehen ist zudem das Grundgelenk überstreckt. Wie beim Hallux valgus sind auch hier genetische Veranlagung und falsches Schuhwerk oftmals ursächlich für die Entstehung. Jedoch können auch neurologische Erkrankungen oder Unfälle verantwortlich sein. Solange die Zehen noch nicht komplett versteift sind und noch passiv gestreckt werden können, sollten konservative Maßnahmen wie Einlagen, Druckschutz oder spezielles Schuhwerk im Vordergrund stehen. Schreitet die Deformierung jedoch fort, können andere Zehen verdrängt oder sogar im Grundgelenk ausgerenkt werden und ihre Funktionsfähigkeit verlieren.

In solchen Fällen wird ein operativer Eingriff nötig, der ambulant durchgeführt werden kann. Wie beim Hallux valgus existieren auch für diese Erkrankung unterschiedliche OP-Methoden bei denen je nach Verfahren der Zeh begradigt wird, Sehnen verlängert oder verlagert bzw. Knochen teilweise entfernt oder verschoben werden. Die Auswahl hängt v. a. vom Grad der Verkrümmung bzw. Versteifung, der Beweglichkeit des Gelenks sowie ggf. anderen vorhandenen Fehlstellungen am Vorfuß ab. In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollte das Gehen auf ein Minimum beschränkt und danach allmählich gesteigert werden. Die volle Belastbarkeit ist vom Heilungsverlauf abhängig, der regelmäßig kontrolliert wird.  

Exostosen

Eine Exostose ist die medizinische Bezeichnung für eine krankhafte Neubildung eines Knochenvorsprungs, also eine knöcherne Verwachsung. Sie kann an verschiedenen Stellen – beispielsweise an den Knie- und Sprunggelenken oder am Fersenbein (Haglund Exostose) – auftreten. Häufiger Auslöser von Exostosen im Bereich der unteren Extremitäten sind Fehlstellungen des Fußes, ungeeignetes Schuhwerk oder Überlastungen beim Sport. Im Anfangsstadium kommt es meist nur zu Anlaufschmerzen. Vielfach nehmen die Beschwerden jedoch im Laufe der Zeit zu, so dass normales Laufen oder Gehen nur noch unter teils erheblichen Schmerzen möglich ist.

Zunächst sollte eine konservative Behandlung mit Einlagen, entzündungshemmenden Medikamenten, physikalischer Therapie bis hin zur Ruhigstellung des Fußes in sehr schweren Fällen Vorrang haben. Dauern die Beschwerden jedoch nach einigen Monaten weiterhin an, stellt sich also kein Behandlungserfolg ein, empfiehlt sich ein chirurgischer Eingriff. Hier wird in lokaler Anästhesie der prominente Anteil des Fersenknochens abgetragen. In den meisten Fällen kann dabei das Weichteilgewebe unter der Achillessehne vollständig erhalten bleiben. Üblicherweise wird nach der Operation ein elastischer Verband angelegt, der einige Tage verbleibt. Nach der Wundheilung kann eine schrittweise und kontrollierte Belastung stattfinden, die ggf. durch Physiotherapie unterstützt wird.

FusschirurgieDr. j.H. Busch, Orthopäde Dortmund